Vita
Melanie Ammann
Künstlerische Haltung
Gegensätze und Kontraste bilden zentrale Schwerpunkte in meinem künstlerischen Schaffen. Ich verfremde Rohstoffe, um sie in eine neue Wahrnehmung und Wirklichkeit zu überführen, und strebe gleichzeitig eine schlichte Ästhetik sowie filigrane Leichtigkeit an. Wichtig ist mir die künstlerische Auseinandersetzung mit Dingen, die mich im Alltag umgeben. Sei dies in der unmittelbaren Umgebung am Flussbett vor meiner Haustüre oder in gesellschaftlichen, gelebten Erinnerungen aus der Vergangenheit. Anfänglich bewegte ich mich in einer amorphen, organischen und abstrahierten Formensprache, wobei Form und Struktur des Grundmaterials den Entstehungsprozess meiner Skulpturen massgeblich beeinflussten. Als gelernte Steinbildhauerin beherrsche ich handwerkliche Techniken und bin mit modernen Fertigungsmethoden der Industrie vertraut. Mein unkonventioneller Ansatz in der Bildhauerei eröffnet mir neue Perspektiven bei Materialkombinationen. Daher sind meine Arbeiten oft vollständig bearbeitet und nicht fixiert, um eine Wandelbarkeit in der Platzierung zu gewährleisten, die neue Sichtweisen ermöglicht. Beim Bearbeiten des Rohstoffs strebe ich danach, dessen Textur und Form zu entdecken. Durch einen nicht kommerziellen Ansatz habe ich Zugang zu einer vielfältigen Bandbreite an Materialien, die ich lösungsorientiert auswähle. Dabei versuche ich stets, die Stimmung über die Transformation des Materials und der Farben in den kreativen Prozess einzubeziehen. Was jeder einzelne Betrachter in meinen Arbeiten sieht oder erkennt, soll der Individualität des Betrachters überlassen bleiben und zum Nachdenken anregen.
Früh in der Werkstatt meines Grossvaters entdeckte ich die Leidenschaft zum gestalten und verändern mit den eigenen Händen.
Um vertiefter in den Gestaltungsprozess abzutauchen erlernte ich nach meinem Erstberuf als Floristin danach das Handwerk des Steinbildhauers.
Etliche Weiterbildungen im 3D-Bereich und die Möglichkeit im eigenen Atelier mich auszutoben ermöglichten mir die Selbstständigkeit.
Die Begegnung mit Margrith Leuthold, Martin Hufschmid und Res Reber waren für mich prägend.
Seit nun mehr als 14 Jahren bewohne ich ein ehemaliges Baumagazinhüsli direkt an der Langeten.
Atelier am fliessenden Gewässer, Inspiration pur…